B.Fleischmann

Zauberhafte Melodien teils elektronischer, teils akustischer Herkunft kreiiert dieser Wiener Musiker schon seit mehr als 10 Jahren. Hier ein Song aus seiner letzten LP "Angst Is Not A Weltanschauung".
24.12.

B.Fleischmann über sich

Zitat: "Vielleicht muss er sich nicht mehr vorstellen. Als alter Bekannter gewissermaßen. Aber dafür hat Bernhard Fleischmann viel zu gute Manieren. 'Hello microphone, hello voice', lässt er sweet william van ghost gleich zu Beginn zu einem warmen, zurückhaltenden Piano singen. Und gibt viel von sich preis, auch seine Stimme, wo er doch den Gesangspart bisher immer guten Freunden überlassen hat. Nun ist ein guter Freund gestorben. Weswegen Bernhard Fleischmann zwei Stücke seines je nach Zählweise vierten, fünften oder auch sechsten Albums auf Morr Music selbst gesungen hat. Zwei Farewell-Songs, unverstellt und berührend, die auch dieser Platte den Weg geleuchtet haben:

Noch mehr als 'The Humbucking Coil' ist 'Angst is not a Weltanschauung' den Weg vom Sound- zum Songwriting gegangen. Zwar purzeln die Töne noch immer aus der Festplatte, hört man die Finger an den Reglern schrauben. Und doch sind diese neun Stücke von ausgeprägter Körper- und Räumlichkeit. Etwa, wenn ihnen Marilies Jagsch oder sweet wiliam van ghost
für jeweils zwei wunderbare Momente die Stimmen leihen.

Mit 'Poploops for Breakfast' hatten die produktiven Rückkopplungen zwischen Wien und Berlin, zwischen Bernhard Fleischmann und Thomas Morr vor neun Jahren begonnen. Mit 'Angst ...' ist Bernhard Fleischmann nun an einem sorgsam gedeckten Holztisch angekommen, hineingestellt in einem warmen, leuchtenden Sonnenuntergang. Sind die Aromen jetzt dunkler und vollmundiger. Die Groovebox früherer Tage ist fast gänzlich verschwunden – nur in der kongenialen Umarmung von Bernhard Fleischmanns 'phones & machine' (von 'The Humbucking Coil') und Daniel Johnstons „King Kong“ ist sie noch zu hören. Stattdessen klingt schon einmal ein Akkordeon. 'We had the luck, to build a castle, we filled it up with memories – and I would love to be sure that time will never take its keys',
singt Bernhard Fleischmann in 'even your
glasses miss your eyes'. Diese Klänge werden nicht vergehen, sie schwingen weiter bis zum nächsten Morgen. Spazieren mit uns durch die Straßen, wehen als Echo von den Häuserwänden, mal als entschleunigter Dub, mal als intime Ballade. Und für einen Moment – 'Playtime' – auch purzelnd und tanzend."

Facts:

aus Wien | *1991

Kontakt:

info@bfleischmann.com

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